Rennbericht 24 Stunden Nürburgring 2006

Beim diesjährigem 24 Stunden Rennen gingen wir mit 2 Einzelstartern und 2 Mannschaften (Beik n Bia und Beik n Bia Mixery) an den Start,
mit im Gepäck 2 Physiotherapeuten, Webcam und jede Menge Obst gesponsert von TKO (Thomas kleine Obsthandelsgesellschaft). Nach der Fahrerbesprechung machten Olaf (mein Einzelstarterkollege) und ich mich fertig für den Start. Mein Betreuer Jörg Söhnchen trudelte auch schon
ein und wir besprachen noch einige Dinge für die Verpflegung. Dieses Jahr erfolgte der Start um 19.30 Uhr, was ich als sehr angenehm fand.
Nachdem das 24 Stunden Rennen in Kelheim gut lief, war ich guter Dinge die Rundenzahl von 21 aus dem letztem Jahr knacken zu können. Beim
Start hielt ich mich in den hinteren Reihen auf um das Startgetümmel aus dem Weg zu gehen. Die ersten 3 Runden konnte ich noch ohne Licht
fahren. Es begann die Zeit die mir persönlich am Besten gefällt. Mit einem kleinen Scheinwerferkegel Nachts über die Nordschleife radeln, das hat
schon was. Vor allem in den schnellen Stücken macht das richtig Spaß, aber ohne Streckenkenntnisse kann das auch mal in die Hose gehen. In der Auffahrt zur Hohen Acht sah ich im Scheinwerferlicht vor mir ein Radfahrer mit einem Schneider Weisse Trikot, es war Kathy Goebel das einzige Mädel vom Team Beik n Bia Mixery das an den Start ging. Wir plauderten ein wenig bis wir in die nächste Abfahrt fuhren. Nachdem die Nacht fast vorbei war,
fuhr Frank Boese vom Team Beik n Bia am Schwalbenschwanz vor mir her. Als ich fast hinter im war, rief ich: Hey Frank wie gehts? Ich bekam keine Antwort. Berauscht von seiner Musik im Ohr konnte er mich auch nicht hören. Als ich an ihm vorbei fuhr erkannte er mich und er grüßte kurz, mehr
war bei Frank zu diesem Zeitpunkt glaub ich nicht drin. Ich versuchte ihn zu animieren sich die letzten 4 km in dieser Runde in meinen Windschatten zu hängen, aber bei dem Versuch blieb es auch. Frank war platt. Die Hälfte der 24 Stunden waren um, bis auf kleine Magenprobleme lief es gut. Mein Vorhaben in die Top Ten zu fahren schien machbar. Mein Einzelstarterkollege Olaf Heinrich begleitete mich mal wieder ein paar Runden. Ohne eine
große Pause einzulegen war ich schon in der 15.Runde. Die Uhr zeigte noch 9 Stunden bis es vorbei war. Die nächsten Runden liefen zwar nicht
mehr ganz so rund, aber nach ca. 450 km und ca.10000 (in Worten Zehntausend) Höhenmetern kein Wunder. Ab der 21.Runde wurde aus Spaß nur
noch Quälerei. Runde 22 und 23 begleitete mich Olaf wieder um sicher zugehen das ich das Ziel auch erreiche. Nach 23 Stunden und 15 Minuten
Fahrzeit war mir der 10. Platz sicher. Da Olaf seine Vorbereitung auf dieses Rennen alles andere als gut liefen, belegte er nur den 140. Platz mit 8 gefahrenen Runden.
Fazit: Mit Ach und Krach wäre vielleicht eine 24. Runde noch drin gewesen. Aber eine bessere Platzierung wäre damit nicht drin gewesen.
Wäre halt nur gut fürs Ego gewesen.