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Rennbericht 24 Stunden Nürburgring 2008
Außer Spesen nichts gewesen!
Dieses Jahr sollte es endlich klappen mit der einstelligen Platzierung. Das Training im Vorfeld lief sehr gut, das einzige was mir eine Woche vorher
Kopfschmerzen bereitete, war, das ich mich krank und müde fühlte und der Magen nicht so wollte wie ich. Na ja wird wohl die Aufregung sein, dachte
ich mir. Ein Tag vorm Start schien es als hätte sich mein Magen erholt. Das Wetter war genauso wie ich es mir gewünscht hatte: es regnete in Strömen!
Super, dachte ich mir, läuft alles nach Plan. Am Morgen des Starts war der Regen vorbei, doch die Wetteraussichten standen auf Regen. Um 13 Uhr
fiel der Startschuss für 260 Einzelstarter und jede Menge Teams. Diese Jahr, fand ich, war die Startphase nicht so entspannt wie die Jahre zuvor. Bei
so vielen Teilnehmern musste man echt aufpassen, dass man sich nicht gegenseitig über den Haufen fährt. In der Abfahrt Richtung Breidscheid lag
schon der erste Teilnehmer auf der Nase. Zur Hohen Acht hoch hatte ich ständiges Aufstoßen, mein Magen meldete sich also wieder zurück. In der
zweiten Runde kam der versprochene Regen zurück. Per Handy informierte ich meinen Betreuer, dass er Regenjacke und Überschuhe bereit legen
sollte. In der nächsten Runde stürzten wieder einige Teilnehmer. Bei den Geschwindigkeiten, die auf der Nordschleife erreicht werden können, ist das
im Regen nicht so einfach. Inzwischen hat mein Magen die Arbeit endgültig eingestellt und richtig fit fühlte ich mich auch nicht mehr. Nach vier Runden
war erst mal für mich Schluss. Nachdem ich eine Stunde Pause machte und der Regen aufhörte, fuhr ich drei Runden am Stück, die nicht wirklich
erwähnenswert sind. Die Pause hat nicht wirklich etwas gebracht, mein Magen machte immer noch Probleme und meine Beine wollten auch nicht so
richtig. In den Nachtstunden stieg ich für weitere zwei Runden wieder aufs Rad, um die Nordschleife bei Nacht zu genießen. Um im diesen Jahr
mindestens die Zielflagge zu sehen, startete ich meine letzten drei Runden vier Stunden bevor der ganze Spuk ein Ende hatte. Total platt fuhr ich
über die Ziellinie. Zwei Highlights konnte ich trotzdem verbuchen: Meine Höchstgeschwindigkeit in der Fuchsröhre konnte ich genau auf 100km/h
hochschrauben und mein Rennrad hat, seitdem ich Radsport betreibe, 100 Runden Nordschleife hinter sich.
Fazit: Es reicht. Nächstes Jahr werde ich wohl nicht mit meinem Rennrad am Start stehen (vielleicht als Mountainbiker). Lasst Euch überraschen.
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